Fragen rund um die Taufe

 
Was ist ein Sakrament?
In den Sakramenten soll spürbar werden, dass Gott uns Menschen nahe ist und uns liebt. In Zeichen und Worten wird dies ausgedrückt und gefeiert. Die katholische Kirche kennt sieben Sakramente, die in besonderen Lebensphasen gespendet werden: Taufe, Firmung, Eucharistie, Beichte, Krankensalbung, Priesterweihe, Ehe.
Wir möchten unser Kind taufen lassen, sind aber nicht kirchlich verheiratet. Geht das?
Das geht auf alle Fälle. Die Frage ist nur, warum Sie Ihr Kind in der Taufe mit Jesus Christus verbinden, diese Verbindung und diesen Segen für Ihre Ehe nicht wollen. Lassen Sie uns darüber reden!
Können wir uns gleichzeitig mit der Taufe kirchlich trauen lassen?
Eine Kombination von Taufe und Trauung ist grundsätzlich möglich, besprechen Sie Ihr Anliegen am besten mit Pfarrer Maierhof.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Taufe?
Das bleibt allein Ihnen überlassen. In der Regel wählen die Familien einen Tauftermin, wenn sich der Familienalltag mit dem Kind eingespielt hat und eine Feier ihren guten Platz hat. Ob das Kind noch ganz klein ist oder schön älter, spielt keine Rolle. Aus der Sicht eines Taufspenders ist zu sagen: Manchmal sind Säuglinge leichter zu "händeln", als Kinder, die schon mobiler sind. Wenn ein Kind in einem Alter getauft wird, in welchem es das alles bewusst miterleben kann, ist dies für das Kind natürlich ein besonderes Erlebnis! In einem solchen Fall bemühen wir uns auch, die Kinder in die Vorbereitung miteinzubeziehen, evtl. auch die befreundeten Kinder in der Kindertagestätte oder bei einem Schulkind die Schulklasse.
Gibt es eine ökumenische Taufe?
Die Taufe ist tatsächlich ein "ökumenisches Sakrament", alle christlichen Kirchen haben es gemeinsam. Da aber die Taufe auch Aufnahme in die Kirche ist, müssen Sie sich entscheiden, zu welcher Kirche Ihr Kind gehören soll. Die katholische und die evangelische Kirche erkennen die Taufe gegenseitig an, bei einem späteren Wechsel der Konfession muss man also nicht mehr neu getauft werden.
Welche Unterlagen brauche ich bei der Anmeldung des Kindes?
Für die Taufe füllen Sie eine Taufanmeldung aus, die Sie ca. eine Woche vor dem ersten Vorbereitungstreffen zugeschickt bekommen. Dieses bringen Sie dann ausgefüllt spätestens zum zweiten Vorbereitungstreffen mit. In Weingarten können Sie gerne auch im Pfarrbüro die Anmeldung ausfüllen lassen. Darüber hinaus brauchen Sie eine Geburtsurkunde vom Kind. Hierzu genügt auch eine Kopie der entsprechenden Seite des Stammbuchs. Wenn Sie wollen, dass die Taufe beim Standesamt des Geburtsortes eingetragen wird, müssen Sie dafür ein weiteres Formular ausfüllen (Formular 5, das Ihnen ebenso zugeschickt wird!).
Wie läuft die Taufe ab?
Bei dem zweiten Vorbereitungstreffen wird Pfarrer Maierhof mit dabei sein und mit Ihnen in der Gruppe alles besprechen. Zudem finden Sie hier auf der homepage unter der Rubrik "Vorbereitungstreffen" auch Materialien für die Vorbereitung der Tauffeier.
Können wir die Tauffeier mitgestalten?
Dazu laden wir Sie herzlich ein! Im oben erwähnten Material finden Sie eine Auswahl an Texten und Liedern dazu. Sie werden die Gestaltung mit den anderen Tauffamilien bei den Vorbereitungstreffen absprechen.
Wie lange dauert die Tauffeier?
Ungefähr 45 Minuten.
Brauchen wir ein weißes Taufgewand?
Es ist schön, wenn Sie eines haben. Manche Familien besitzen ein Taufgewand, dass schon mehrere Kinder anhatten und das zur Familientradition gehört. Aber das weiße Gewand ist kein Muss. Beim zweiten Vorbereitungstreffen besprechen Sie dann mit dem Pfarrer, wie es dann gehandhabt wird.
Wer hält das Kind bei der Taufe?
Früher hielt die Patin das Kind, weil die Taufe meist in den ersten Tagen nach der Geburt stattfand und die Mutter bei der Taufe noch nicht dabei sein konnte. Eine Vorschrift gibt es dafür nicht. Entscheiden Sie es in der Familie und machen Sie es auch ein wenig von der "Tagesform" Ihres Kind abhängig.
Was versprechen Eltern und Taufpaten bei der Taufe?
Sie versprechen, dass Sie das Kind im christlichen Glauben erziehen werden. Da in unserer Zeit ein Hineinwachsen in den Glauben und das kirchliche Leben nicht mehr selbstverständlich ist, ist das eine wirkliche Aufgabe. Wie Sie in anderen Bereichen Vorbild für Ihr sind und Ihr Kind Sie nachahmt, so ist es auch im Glauben; er fällt nicht vom Himmel, sondern Ihr Kind lernt von Ihnen: "learning by doing"
Welche Aufgabe hat eigentlich ein Taufpate / eine Taufpatin?
Ein Pate / eine Patin soll eine besondere Bezugsperson für das Kind sein, ein(e) Vertraute(r), der / die nicht nur am Geburtstag für das Kind Zeit hat und der / die auch Gesprächspartner(in) ist, wenn es um Fragen des Glaubens geht.
Wir finden keinen katholischen Paten für das Kind. Ist das unbedingt notwendig?
Zunächst brauchen Sie als Eltern, bei denen mindestens ein Elternteil katholisch und Mitglied der Kirche ist, gar keine Taufpaten. Falls Sie Taufpaten bestimmen, muss eine(r) der Paten katholisch sein. Evangelische Christen können als sogenannte "Taufzeugen" eingetragen werden. Menschen anderer Religionen können bei der christlichen Taufe verständlicherweise kein Amt übernehmen.
Kann jemand Taufpate sein, wenn er aus der Kirche ausgetreten ist?
Nein, das ist nicht möglich.
Kann man einen Taufpaten später durch einen anderen ersetzen?
Das Patenamt wird mit der Taufe übernommen und gilt wie diese lebenslang. Die Paten werden auch in das Taufbuch eingetragen. Dies ist ein Dokument, das nicht nachträglich verändert werden kann.
Was geschieht mit der Taufkerze im Taufgottesdienst?
Sie wird an der Osterkerze angezündet. Das übernimmt der Vater oder eine(r) der Paten. Bei ihrer Erstkommunion tragen die Kinder oft wieder ihre Taufkerze.
Dürfen wir während der Taufe fotografieren?
Ja. Wir bitten Sie jedoch darauf zu achten, dass es die Feier nicht stört und dass nur eine Person aus der Familie fotografiert.